Image linked to donate page Image linked to Countering the Militarisation of Youth website (external link) Image linked to webshop

User login

Interface language

Diaspora link
Facebook link link
Twitter link
 

Konsens

Gewaltfreie Aktionen werden (oft) auf der Basis von Bezugsgruppen, autonomen Gruppen von 5-15 Leuten organisiert, die sich vertrauen und aufeinander verlassen.

Entscheidungsfindung durch Konsens unterscheidet sich gewaltig von Entscheidungsfindung durch Mehrheit. Während die Entscheidungsfindung durch Mehrheit oft zu Machtkämpfen zwischen den unterschiedlichen Lösungen führt, zielt die Entscheidungsfindung durch Konsens darauf ab, die Bedenken aller einzu- beziehen, wobei oft eine vorgeschlagene Lösung mehrere Male während des Prozesses geändert wird.

Diese Art der Entscheidungsfindung basiert auf Zuhören und Respekt und der Teilnahme aller.

Konsensgrade

Konsens bedeutet nicht unbedingt, dass alle 100 % zustimmen -- während das optimal wäre, ist das in der Praxis oft nicht der Fall. Es ist deshalb wichtig, dass jeder in der Gruppe sich der unterschiedlichen Grade der Befürwortung oder Nicht-Befürwortung bewußt ist, die einem bestimmten Vorschlag zugeteilt werden können.

Keine Befürwortung: "Ich sehe nicht, dass das nötig ist, aber ich werde dabei mitmachen."

Beiseite treten: "Ich persönlich kann das nicht tun, aber ich werde niemanden davon abhalten." Die Person, die beiseite tritt, ist für die Konsequenzen nicht verantwortlich. Das sollte in den Protokollen festgehalten werden.

Veto/schwerwiegender Einwand: Ein einzelnes Veto/schwerwiegender Einwand verhindern, dass der Vorschlag durchgeht. Ein schwerwiegenden Einwand bedeutet, dass Sie mit dem Vorschlag nicht leben können. Der Vorschlag ist für Sie/die von Ihnen vertretenen Personen so unakzeptabel, dass Sie ihn stoppen werden. Es bedeutet nicht "Das gefällt mir nicht" oder "Mir haben die anderen Ideen besser gefallen." Es bedeutet "Ich kann mit diesem Vorschlag nicht leben, wenn er durchgeht, aus diesen und jenen Gründen!" Die Gruppe kann das Veto entweder akzeptieren oder das Thema weiter diskutieren und neue Vorschläge ausarbeiten. Das Veto ist ein mächtiges Werkzeug und sollte deshalb mit Vorsicht benutzt werden.

Vereinbarung zur Nichtvereinbarung: die Gruppe entscheidet, dass zu diesem Thema keine Vereinbarung getroffen werden kann.