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Extractive industry

WRI Ratstreffen: September 2017

Activists - including members of WRI - celebrate being found not guilty after actions against DSEI in 2015Activists - including members of WRI - celebrate being found not guilty after actions against DSEI in 2015

Der Rat der WRI trifft sich einmal im Jahr, um die künftige Arbeit des Netzwerks zu besprechen. Dieses Jahr findet unser Treffen im September in London statt. Gastgeber sind unsere Mitglieder Peace Pledge Union, der britische Versöhnungsbund, Campaign Against the Arms Trade und Trident Ploughshares. Das Treffen fällt mit der Mobilisierung gegen die DSEI Waffenmesse statt.

Hanna Sofie Utsi: Widerstand, Bergbau und die Kultur der Sami

Hanna Sofie Utsi

Riesige Maschinen schneiden Wunden in die Erde, und Tränen laufen über meine Wangen. Die Polizei hat die örtliche Bevölkerung, Sami und Aktivisten, aus den Weg geräumt.

Ich weine vor Zorn, Trauer und Verzweiflung, aber nicht aus Hoffnungslosigkeit. Nicht im geringsten. Der Kampf für Gállok und die Sami ist noch lange nicht vorbei. Er hat gerade erst begonnen.

Interview mit Samantha Hargreaves, 13. April 2016

Erzähl uns doch von eurer Arbeit – was ist WoMin, wann habt ihr euch gegründet und wer ist in eurem Netzwerk aktiv? Was sind die kritischen Themen, mit denen ihr euch beschäftigt?

Samantha: WoMin startete im Oktober 2013. Wir arbeiten mit ungefähr 50 verbündeten Organisationen in vierzehn Ländern in Süd-, Ost- und Westafrika zusammen. Die meisten Partnerorganisationen arbeiten zu Fragen von Landrechten, Naturressourcen, extraktiven Industrien, Umwelt- und Klimagerechtigkeit und Frauenrechten. Unsere Arbeit mit den Frauenrechtsorganisationen ist im Allgemeinen oft von Schwierigkeiten gezeichnet, da viele eher „klassische“ Geschlechterthemen wie Gewalt gegen Frauen, die (Aus-)bildung von Frauen und Mädchen und Gesundheitsfragen arbeiten. Nur eine kleine Zahl an Organisationen arbeitet im Bereich „Umwelt, Landrechte und anderer ökonomischer Gerechtigkeitsfragen“.

WoMin Southern African women and coal exchange. Photo: Heidi AugestadWoMin Southern African women and coal exchange. Photo: Heidi Augestad

Wessen Zukunft ist sicher? Militarisierung im Zeitalter der Klimakrise

Nick Buxton

Für alle, die mit Militarismus zu tun haben, brachten die Nachrichten über die Terrorangriffe in Brüssel ein bekanntes Gefühl der Furcht mit sich. Wir leiden, wenn wir wieder einmal Geschichten vom Verlust von Leben hören, und wir haben eine düstere Vorahnung aus dem Wissen, dass die Bomben in betroffenen Gemeinschaften hier und anderswo voraussagbar neue Runden von Gewalt und Schrecken anheizen werden. Sie schaffen die binäre Welt, die Neokonservative und Terroristen suchen: Ein Feld von permanentem Krieg, in dem unsere ganze Aufmerksamkeit und all unsere Ressourcen aufgesaugt werden – und in dem die wirklichen Krisen von Armut, Ungleichheit, Arbeitslosigkeit, sozialer Entfremdung und Klimakrise in Vergessenheit geraten.

Campaign of the Month: Stop Blood Coal

The 'Stop Blood Coal' campaign is run by PAX in the Netherlands, targetting the Drummond and Prodeco (the Colombian subsidiary of Switzerland-based Glencore) mining companies. The campaign aims to expose and challenge the links between paramilitary violence and coal mining in Colombia, support communities in their search for truth and reconciliation, and pressure European energy companies to take action against their suppliers accused of human rights abuses.

Campaign of the month: Canadian Mining Kills

Four days after the assassination of Berta Cáceres, a human rights and environmental activist from Honduras, activists in Canada entered the world's largest mining convention taking place in Canada, to protest extractivist projects that lead to militarisation, violence and human rights absuses. The group named some of those killed because of their activism against large-scale mining projects before being escorted from the event by police.

War profiteer of the month: Tahoe Resources


Tahoe Resources is a Canadian mining company. In mid-2010, Tahoe acquired the Escobal mine in southeast Guatemala from Goldcorp; Escobal is a 'high grade silver' mine, and also contains gold, lead and zinc. Some analysts believe it to be one of the biggest silver mines in the world. The Escobal mine is approximately 40km southeast of Guatemala City, and 3km from San Rafael los Flores.

Widerstand gegen Kolonialismus und Entwicklungsaggression in West-Papua

Rosa Moiwend

Die ehemalige holländische Kolonie West-Papua wurde 1963 durch das indonesische Militär besetzt. Der internationale Rahmen, in dem diese Besetzung stattfinden konnte, basierte auf den wirtschaftlichen und politischen Interessen der Vereinigten Staaten und wurde durch deren Verbündete, den Niederlanden, dem Vereinigten Königreich und Australien unterstützt. Die Vereinten Nationen verweigerten West Papua das Recht auf Selbstbestimmung und unterstützten die indonesische Besetzung. Während der ersten Jahre der Besetzung durch die indonesische Regierung wurde der westpapuanische Widerstand brutal durch Militäroperationen und Bombardierungen zerschlagen. Zwei Jahre bevor die Vereinten Nationen formell den Transfer der holländischen Souveränität an Indonesien ermöglichte – alles ohne die Zustimmung West-Papuas – richteten die Vereinigten Staaten und Indonesien eine riesige Gold- und Kupfermine in West-Papua ein. Von Anfang an wurde die Freeport-Mine zum Staatseigentum und Sicherheitsprojekt erklärt, das durch gewaltige indonesische Militärpräsenz beschützt wurde. Altmodischer Kolonialismus, deutlich gemacht durch Gebietsbesetzung durch eine ausländische Militärmacht, blieb, wurde aber durch Neo-Kolonialismus verstärkt: intensive Kapitalinvestierung in den Bergbau und Zustrom einer großen Anzahl Indonesier, um die eingeborenen West-Papuas zu verdrängen. In den ersten Jahren wurde das Umsiedlungsprogramm der indonesischen Regierung durch die Weltbank finanziert. Obgleich das Projekt auf dem Papier als Entwicklungsprojekt zugunsten „der Armen“ entworfen wurde, war das einzige Ziel der indonesischen Regierung, ihre territoriale Integrität zu schützen. Es war militarisierte Entwicklung, die in Wirklichkeit Armut erzeugte.  

Beziehung zwischen Militarisierung und Rohstoffgewinnung. Ein Blick aus Lateinamerika

Lexys Rendón

Zwischen den Jahren 2003 und 2013 zeigte Lateinamerika, während man im Rest der Welt eine Welle von Wirtschaftskrisen erlebte, gute Wirtschaftszahlen. Der Kontinent profitierte vom sogenannten “Preisboom von Rohstoffen”, aufgrund der Tatsache, dass in der Geschichte seine hauptsächlichen Ausfuhrprodukte bis zum heutigen Tage energetische Ressourcen waren, wie Öl, Gas, Kohle und andere Mineralien. Im Jahr 2011 zum Beispiel gehörten von den zwanzig wichtigsten Firmen Lateinamerikas dreizehn zu den Bereichen Öl, Gas, Bergbau und Stahlindustrie. Das Geld, das in allen Ländern zusammen verdient wurde, schaffte es, die Armutszahlen in der Region zu verringern. Im Jahr 2012 versicherte die Wirtschaftskomission für Lateinamerika und die Karibik (Comisión Económica para América Latina y el Caribe, CEPAL), der Kontinent zeige die niedrigste Armutsrate (28 % der Gesamtheit der Bevölkerung) der letzten 30 Jahre.

Jedoch wurden die hohen Wirtschaftseinnahmen nicht nur für Sozialprogramme genutzt, um die Zahlen extremer Armut zu reduzieren. Sie wurden auch dazu verwendet, die Streitkräfte der lateinamerikanischen Länder mit Hilfe einer beträchtlichen Zunahme von Waffenkäufen zu modernisieren. In einer Studie, die das Friedenslaboratorium (Laboratorio de Paz) auf Grundlage der Zahlen des Friedensinstituts von Stockholm (SIPRI) erstellt hat, wurde bekannt, dass Lateinamerika den Kauf von Waffen um 150 % erhöht hatte und von den Jahren 2000 bis 2010 die Summe von 13.624 Mio. Dollar ausgab. Die weltweiten Militärausgaben beliefen sich 2012 auf 1,7 Billionen Dollar oder 2,5 % des weltweiten Bruttoinlandsprodukts (BIP). In Lateinamerika betrugen die Verteidigungsausgaben etwa 4 % des gesamten BIP, mehr als im weltweiten Mittel.

Editorial: Stoppt das Kriegsgeschäft

Krieg hat tiefe Wurzeln und hinterlässt bleibende Vermächtnisse. Jahre vor den aufmerksamkeitserregenden Aufnahmen von fallenden Bomben und gepanzert umherfahrenden Fahrzeugen und lange nachdem die Fotografen gepackt haben und nach Hause gefahren sind, wird Gewalt genährt, gepflegt und von ihr profitiert. Im November erlebten wir die schockierenden Anschläge in Paris – am ersten Arbeitstag nach dem der französische Präsident Daesh "den Krieg erklärt" hatte, erfuhren die Aktienkurse einiger der weltweit größten Rüstungsunternehmen ein gesundes Wachstum. Für manche ist Krieg profitabel.

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