Editorial

Vom 17.-21. September werden sich die europäischen sozialen Bewegungen in Malmö zum Europäischen Sozialforum (ESF) 2008 treffen. Auch viele Friedens- und antimilitaristische AktivistInnen werden sich beim Europäischen Friedensforum treffen, das Teil des ESF ist und von vielen euopäischen Friedensgruppen vorbereitet und von der schwedischen antimilitaristischen Gruppe ofog koordiniert wird.

Das wird ein wichtiges Ereignis sein, um unseren gewaltfreien Widerstand gegen globalen Militarismus zu stärken und zu koordinieren. Mit den andauernden Kriegen in Irak und Afghanistan, der Eskalation der Konfrontation zwischen Europa und der Russischen Föderation als Folge des kurzen Krieges in Georgien, und neuen gefährlichen Rüstungsprojekten der NATO, sehen wir als AntimilitaristInnen und PazifistInnen uns großen Herausforderungen gegenüber: Wie beenden wir die Kriege im Irak und Afghanistan, und bringen die Truppen unseren Landes nach Hause? Wie stoppen wir die zunehmende Militarisierung der Europäischen Union, und die immer engere Zusammenarbeit zwischen NATO und EU? Wie stoppen wir die rapide Wandlung der NATO zu einer mehr und mehr aggressiven Interventionsallianz, und machen erste Schritte zur Auflösung der NATO? Wie treten wir den zunehmend aggressiveren Rekrutierungsanstrengungen unserer Militärs in Schulen, Universitäten und benachteiligten Stadtteilen entgegen?

Die Herausforderungen, denen wir als AntimilitaristInnen uns stellen müssen, sind gross und global, leicht die Grenzen innerhalb Europas und darüber hinaus überschreitend. Wir als AntimilitaristInnen hinken mit unserer europäischen und internationalen Koordinierung hinterher, um eine wahrhaft europäische oder antimilitaristische Bewegung zu werden, die den globalen Militarismus konfrontieren kann. Wir sollten uns daher bei der EPA in Malmö treffen, so dass wir Schritte machen können um aufzuholen, und dem globalen Militarismus entgegenzutreten.

Andreas Speck